Marx in 60 Minuten

Nie zuvor und nie mehr danach hatte ein einzelner Philosoph eine so große Wirkung wie Karl Marx. Seine Vision der eigentumslosen Gesellschaft fand weltweit Gehör. Revolutionäre, Parteien und ganze Staaten beriefen sich auf ihn. Der Marxismus verbreitete sich rund um den Globus. In so unterschiedlichen Ländern wie Russland, China, Vietnam, Kuba, Nicaragua und Mosambik kam es zu Re­volutionen, bis fast ein Drittel der gesamten Menschheit im Kommunismus lebte. Etwa hundert Jahre nach seinem Tod Marx ging die von ihm ins Leben gerufene kom­munistische Welt wieder unter. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs meinten viele, Marx habe sich geirrt und der Kapitalismus sei letztlich doch das einzig erfolgversprechende Wirtschaftssystem. Doch die globalen Wirtschafts- und Finanzkrisen der letz­ten Jahrzehnte haben den Glauben an die Selbstre­gulierung der Marktwirtschaft tief erschüttert. Es zeigt sich immer deutlicher, dass der Kapitalismus tatsächlich die strukturellen Schwächen aufweist, die Marx bereits in seinem Hauptwerk, „das Kapital“ beschrieben hat. Einige Prognosen von Marx, wie die zunehmende Monopolisierung und die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwi­schen Arm und Reich sind bereits eingetroffen, wei­tere zeichnen sich ab. Seine scharfsinnige Kritik am Kapitalismus ist daher aktueller denn je. Keine Frage – Marx hat uns immer noch viel zu sagen.

Das Buch „Marx in 60 Minuten“ erklärt anhand von siebzig zentralen Zitaten anschaulich und mit großer Klarheit die materialistische Geschichtsphilosophie, die Basis-Überbau-Theorie, die Religionskritik und die brandaktuellen Analysen zu Mehrwert, Akkumulation und Verelendung aus dem „Kapital“. Im zweiten Teil des Buches mit der Überschrift „Was nützt uns die Entdeckung von Marx heute?“ werden seine Erkenntnisse auf die gegenwärtige Situation angewandt. Das Buch ist in der beliebten Reihe „Große Denker in 60 Minuten“ erschienen.

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